1.06.2010

Robe und Garderobe – Fremdwörter aus dem feinen Savoir-vivre?

Sonia Sotomayor

Sonia Sotomayor

Bild: Stacey Ilys
Creative Commons

Garderobe ist ein veritables französisches Wort. Man verwendet es für die Kleiderhaken ebenso wie für die Gesamtheit der Kleidung. Es hat genaugenommen eine sehr vertrauenerweckende Bedeutung: Bewahrung, Aufbewahrung, Bewachung der Kleider.

Aber so harmlos, wie es scheint, ist die Sache nicht. Vielmehr geht es hier, jedenfalls in der Etymologie, um Mord, Totschlag und Raub.

Schaut man sich das letztgenannte Wort genauer an, so kann man eine gewisse Ähnlichkeit mit der Robe, einem festlichen Gewand, erkennen.

La robe, das heißt auf deutsch das Kleid. Schon in dem Wort Robe, der Dienstkleidung von Juristen bei Gericht, tritt es weniger fremd auf, gibt aber seine gar nicht heimelige Herkunft nicht auf den ersten Blick preis.

Es ist nämlich kein ur-französisches Wort, sondern ein Lehnwort aus dem Deutschen, entstanden in blutigen Zeiten, als Soldaten zum Lohn des Sieges plünderten, den Besiegten ihre Kleider raubten. Es ist das deutsche Wort Raub, das sich gleichermaßen in Robe wie in Garderobe verbirgt.

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Kommentare

Das französische Wort “garde” bedeutet “Bewachung, Schutz, Wache”. Im Zusammenhang mit dem aus dem Deutschen stammenden Lehnwort “robe” macht der Begriff “Garderobe” Sinn. Eine Garderobe ist zumindest im Theater oder der Oper bewacht und geschützt, damit niemand die Kleidung “rauben” kann.

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