11.05.2009

genug und genügend

Konstantin Wecker

Konstantin Wecker
Genug ist nicht genug

Foto: Michael Lucan
GNU Free Documentation License

Zu welcher Wortart gehört das Wörtchen genug?

Es ist undeklinierbar, das nennt man eine Partikel, genauer eine Gradpartikel. Damit bringt der Sprecher zum Ausdruck, inwiefern etwas seiner Erwartung entspricht.

Genug wird wie sehr, fast, ganz, ziemlich häufig im Zusammenhang mit Adjektiven gebraucht, allerdings im Gegensatz zu den anderen genannten, nachgestellt, gut genug, warm genug, schnell genug.

Im Englischen entspricht dem enough, ebenso nachgestellt, anders als rather, very, nearly, während französisch assez wie andere Gradpartikeln, très, peu, vorangestellt sind

Genug kann auch Indefinitpronomen sein, es ist dann eine Mengenbezeichnung:
Z. B. genug gegessen oder getrunken, genug geweint (entsprechend: etwas, viel, wenig, mehr gegessen, getrunken, geweint).

Manche Adverbien sind nicht abwandelbar - z. B. fast, oft. Andere lassen sich durch das Anhängen einer adjektivischen Endung verwandeln, z. B. oben -> obig, unten -> untig, ganz -> gänzlich. Um genug flektierbar zu machen, es also als Adjektiv zu gebrauchen, wird es zu genügend, z. B. genügendes Essen (entsprechend: weniges, vieles Essen).

Es ist abgeleitet aus dem Verb genügen.

Oder wie Konstantin Wecker singt: Genug ist nicht genug … genug kann nie genügen.

youtube.com: Konstantin Wecker - Genug ist nicht genug

Liedtext: Genug ist nicht genug

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