20.05.2008

Unterwegs mit dem Fahrrad in Hamburg

Radlerpause

Radlerpause

Foto: knipseline
© knipseline / PIXELIO

Beim Radfahren kann man allerlei erleben. Kaum habe ich nach nunmehr vierzehn Tagen mein Schwimmtraining wieder aufgenommen, passiert mir dies: Erquickt von Wasser und Sonne, vom Wiedersehen mit alten Bekannten, Sportsfreunden und Bademeistern, strebe ich meinem Fahrrad zu. Ich bin froh, nicht laufen zu müssen, habe ich mir zuvor doch noch meine Ferse verarzten lassen, die blasenlädiert von den neuen Sommerballerinas ist.

Mein Rad, fest angeschlossen am wehrhaften Gitter zum Schutze der Kasse, schien meiner als treues, verlässliches Stahlross zu harren. In zehn Minuten würde ich zuhause sein! Doch ich traute meinen Augen nicht: Ein Reifen war platt. Das Ventil war herausgeschraubt. Da half auch nicht die Luftpumpe, die ich sicherheitshalber in der Tasche trage. Begleitet von den Mitleidsbekundungen und Empfehlungen der jungen Kassiererin trat ich den Heimweg an - zu Fuß, mein Rad wacker schiebend.

Völlig mittellos, wie ich gewöhnlich ins Freibad gehe, steuerte ich schließlich einen Fahrradladen an, bereit, mein Rad dort über Nacht zu parken. Aber welches Wunder geschah mir da!

Wie der Hufschmied aus meinen Kindertagen, wenn Reiter einkehrten, kam der Chef heraus zu mir. Noch ehe ich mein Anliegen zu Ende gebracht hatte, hatte er flugs ein neues Ventil aus der Tasche gezogen und eingeschraubt. Dann griff er zur Luftpumpe, und mein Rad war wieder intakt. Mit heiserer Flüsterstimme - sie war keiner Vertraulichkeit zu verdanken, wie ich bemerkte - hatte er mir bedeutet, dass ich später bezahlen könnte. Als ich anbot, ein Pfand zu hinterlassen, winkte er ab. Er sehe das so: Käme ich nicht wieder, würde er nicht ärmer und ich nicht reicher.

Soviel Menschenfreundlichkeit wog die erlittene Enttäuschung über menschliche Schwäche voll auf.

Wo es das noch gibt in der Großstadt Hamburg?

Der Laden heißt “Alles fürs Fahrrad” und ist in der Mansteinstraße in Eimsbüttel zu finden. Er hat an der Außenwand eine Art Zapfhahn. Das ist eine automatische Luftpumpe ähnlich der an Tankstellen - ein Service für den entkräfteten Radler.

Morgen kehre ich dort wieder ein, und dann leiste ich mir auch einen neuen Fahrradkorb aus dem Fachgeschäft. Mein alter hat nämlich nur noch Alibifunktion!

 

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Kommentare

Hallo,

da ich auch ein begeisterter Sportler bin, finde ich den Artikel sehr interessant. Vielleicht können Sie mir ein paar gute Fitness Studios in Hamburg Nord empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Holger Kabbe

Ich kann.

Das Ziel meiner Radausflüge ist nämlich die Kaifu-Lodge, ein Fitnessclub mit umfassendem Angebot. Wer da nicht fündig wird, hat eben die Zeit zum Ausprobieren nicht.

Der Club ist mein Favorit wegen der Koppelung an das Kaifu-Bad, das ein ganzjährig geheiztes Außenbecken und großzügige Saunaanlagen hat. Da gibt es einen Aufguß vom Saunameister zu jeder vollen Stunde.

Gruß,
Gunhild

Die Fotografin des Bildes “Radlerpause”, knipseline, meint zur Bildverwendung:
“Schön, wenn Dir das Bild gefällt und Du es auf der Website blog.institut1 gut verwenden konntest.”

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