20.10.2008

Substantivierte Ausdrücke

... mal überlegen

… mal überlegen

Foto: Andrea Zachert
© fritzdoc / PIXELIO

Substantivierungen werden groß geschrieben. Man erkennt sie an den Artikeln, die ihnen vorangestellt werden:

ein Kommen und Gehen, das Hoffen und Bangen, das Leichte und das Schwere.

Diese Artikel - der, die, das, ein, eine - sind oft mit Präpositionen verschmolzen, so dass sie nicht immer erkennbar sind: am, zum, vom.

Er kommt vom Arbeiten. Er wendet sich zum Gehen. Er ist am Werkeln.

Adjektive werden substantiviert durch bestimmte oder unbestimmte Artikel und vorangestellte Indefinitpronomen:

das Schönste, etwas Feines, nichts Schlechtes, alles Gute, das Bessere, Schlimmeres, Übles.

Beim Durchkoppeln mit einem Bindestrich schreibt man, da es eine Substantivierung ist, das erste Wort groß, dazu das letzte, weil es ja der Inhalt der Substantivierung ist. Zusätzlich alle in dem Ausdruck vorkommenden Substantive.

Es ist zum Sich-die-Haare-Raufen oder zum Haare-Raufen.

Das Haareraufen hingegen ist wie das Kaffeetrinken und das Bergsteigen bereits eine Substantivierung, während die anderen beiden erst durch zum dazu gekennzeichnet werden. Durchkoppelungen sind zwar formal richtig, wirken aber unübersichtlich und grob. Deshalb sollten sie vermieden werden zugunsten gefälligerer Substantivierungen und Auflösungen durch Nebensätze.

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Kommentare

Leider herrscht oft eine regelrechte Substantivierungswut - wie ich finde zum Nachteil der Sprache. Wo ich es (bei mir) bemerke, stelle ich auf Verben um.

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