15.05.2008

Rechtschreibung - ein unausrottbarer Fehler

Rechtschreibung

Rechtschreibung

Foto: Claudia Hautumm
© Claudia35 / PIXELIO

Regelmäßigkeit macht es einem leicht. Das halten sich kleine Kinder zugute. Sie erkennen bald die Wortbildungsregeln und wenden sie konsequent an. Das kann sich dann bei Steigerungen so anhören:

hoch - *höcher - am höchsten

gut - *güter - am *gütesten

Auch unregelmäßige Verben werden zunächst getreu den Regeln gebildet. So ergibt sich in kindlicher Rede analog zu spalten, du spaltest, das Verb halten, du *haltest.

Erwachsene sind schließlich eines Tages nur schwer zu überzeugen, dass das unregelmäßige Verb halten in der 2. Person Singular nicht sein /t/ im Verbstamm verlieren darf.

Es heißt: du hältst!

Ähnlich ergeht es dem Verb wünschen, das nur allzu leicht an der gleichen Stelle sein /s/ der Personalendung einbüßt.

Dies heißt: du wünschst.

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