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Rechtschreibung |
| Foto: Claudia Hautumm |
| © Claudia35 / PIXELIO |
Regelmäßigkeit macht es einem leicht. Das halten sich kleine Kinder zugute. Sie erkennen bald die Wortbildungsregeln und wenden sie konsequent an. Das kann sich dann bei Steigerungen so anhören:
hoch - *höcher - am höchsten
gut - *güter - am *gütesten
Auch unregelmäßige Verben werden zunächst getreu den Regeln gebildet. So ergibt sich in kindlicher Rede analog zu spalten, du spaltest, das Verb halten, du *haltest.
Erwachsene sind schließlich eines Tages nur schwer zu überzeugen, dass das unregelmäßige Verb halten in der 2. Person Singular nicht sein /t/ im Verbstamm verlieren darf.
Es heißt: du hältst!
Ähnlich ergeht es dem Verb wünschen, das nur allzu leicht an der gleichen Stelle sein /s/ der Personalendung einbüßt.
Dies heißt: du wünschst.

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